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Fett-Eiweiß-Quotient der Milch - Was und Warum?

Stoffwechselstörungen beeinträchtigen das Wohlbefinden und stellen – gerade auch in ihrer häufig auftretenden subklinischen Form – aufgrund der mit ihnen verbundenen reduzierten Körperabwehr Risikofaktoren für das Auftreten weiterer Krankheiten dar.
Die routinemäßig in der Milch gemessenen Inhaltsstoffe Fett und Eiweiß sowie deren Quotient werden als Indikatoren für Abweichungen in der Energie- bzw. Rohfaserversorgung von Milchkühen genutzt. Dabei ist ein Fett-Eiweiß-Quotient ≥ 1,5 als Indikator für den Verdacht auf Energiemangel („subklinische Ketose“) sowie ein Fett-Eiweiß-Quotient < 1,0 als Hinweis auf Abweichungen in der Rohfaserversorgung („subklinische Azidose“) anzusehen. Aufgrund des Verdünnungseffektes sollten sie nur mit Bezug auf die Milchleistung interpretiert werden.
Zentrale Risikofaktoren sind eine zu geringe Futteraufnahme, eine unzureichende Energie- und Nährstoffkonzentration sowie eine mangelnde Rohfaserversorgung.
In Betrieben mit kuhgebundener Kälberaufzucht oder Rassen mit hohen Milchinhaltsstoffen (z. B. Jersey oder Angler) können unabhängig von der Stoffwechselsituation Abweichungen im Fett-Eiweiß-Verhältnis auftreten.

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