Lahmheit (Separierungen / Merzungen)
Die Lahmheit bzw. eingeschränkte Gehfähigkeit eines Tieres kann auf verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. Entzündungen oder Entwicklungsstörungen im Gelenksbereich, hinweisen. Die Gehfähigkeit wird durch die Haltungsumwelt (Einstreuqualität), mangelnde Bewegung, Pflege und Ernährung beeinflusst. Die Luft- und Futterqualität sowie Futterzusammensetzung und Genetik spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Schäden am Bewegungsapparat können mit Schmerzen verbunden sein und in jedem Fall die Bewegungsaktivität betroffener Tiere stark beeinträchtigen.
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Datenerhebung:
Die Tiere mit eingeschränkter Gehfähigkeit werden mindestens zweimal täglich im Rahmen des routinemäßigen Stallrundgangs erfasst und ggf. in einem hierfür eingerichteten Krankenabteil separiert. Gehen Sie hierfür am besten immer zur gleichen Tageszeit durch
den gesamten Stall (mindestens 4 mal längs durchlaufen) und schauen Sie dabei in alle Bereiche des Stalls. Gleichzeitig werden auch die aufgrund von Immobilität gemerzten Masthühner erfasst. Es wird dringend empfohlen, das Ausmaß von
Lahmheiten zusätzlich an einer Stichprobe zu erheben.
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Dokumentation:
Zur Dokumentation des Tierschutzindikators "Lahmheit" können Sie Ihre bisherigen Stalllisten weiterhin nutzen, allerdings müssen darin ggf. eine Spalte für die aufgrund von Lahmheiten separierten Masthühner ergänzt werden. Alternativ stehen Ihnen im Abschnitt ("Wozu Ergebnisse dokumentieren") in der Kurs-Übersicht ein Erhebungsformular oder die Excel-Anwendung Tierschutzindikatoren zur Verfügung (Beispieldokument: Stallliste Tierverluste).
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Auswertung:
Die Gesamtzahl der aufgrund von Lahmheit separierten und gemerzten Tiere wird täglich erhoben und wöchentlich mit Hilfe der Berechnungsformeln aus dem KTBL-Leitfaden (S. 44) ausgewertet. Zählen Sie alle in der jeweiligen Woche aufgrund von Lahmheit separierten und gemerzten Tiere zusammen. Dividieren Sie die Gesamtsumme durch die Zahl der ursprünglich eingestallten Tiere. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Zahl 100, um die wöchentliche Rate der aufgrund von Lahmheit gemerzten und separierten Masthühner in Prozent zu erhalten.


