Der Begriff Lahmheit beschreibt Störungen des Gangbildes, die bei Rindern überwiegend schmerzbedingt sind. Lahme Rinder sind aber nicht nur Schmerzen ausgesetzt, sondern haben auch eingeschränkten Zugang zu Futter und Wasser oder anderen Ressourcen. In
der Folge ist die Wachstumsleistung bei lahmen Tieren geringer. Lahmheiten gehen bei Mastrindern überwiegend von Klauenerkrankungen aus; zusätzlich können Gelenksveränderungen eine Rolle spielen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind schlechte Qualität
der Lauf- und Liegeflächen, rutschige, unebene oder verschmutzte Böden, Fütterungsmängel (z. B. Pansenübersäuerung, Eiweißüberschuss), sowie Überbelegung und Mangel an Bewegungsmöglichkeit.