Sowohl eine unzureichende Wasserversorgung als auch mangelhafte Wasserqualität beeinflusst das Wohlbefinden, führt zu Leistungseinbußen und fördert Stoffwechselstörungen sowie Erkrankungen der Mastrinder. Für eine sichere und stressfreie Wasserversorgung
muss eine bezogen auf die Tierzahl ausreichende Anzahl an fachgerecht installierten, frostsicheren Tränkeplätzen mit ausreichender Dimensionierung der Anschlüsse gewährleistet sein. Korrosion und Ablagerungen können die Leitungsquerschnitte und somit
auch die Wasserdurchflussrate allmählich reduzieren. Der Zugang zu Tränkestellen in ausreichender Zahl und ihre Funktionssicherheit mit ausreichender Wasserdurchflussrate sind daher wichtige Indikatoren der Wasserversorgung. Da einzelne ranghohe
Tiere oft den Zugang zur Tränke blockieren, sollten auch in Kleingruppen-Buchten mindestens zwei Tränkestellen erreichbar sein. Defekte Tränken müssen umgehend instandgesetzt, falsch dimensionierte Leitungen zeitnah ausgetauscht sowie fehlende Tränken
ergänzt werden. Die Prüfung der Wasserversorgung im Rahmen der täglichen Routinekontrolle ist durch eine halbjährliche Kontrolle nicht ersetzbar. Routinemäßig sollte auch die Sauberkeit von Tränken und Tränkewasser überprüft werden. Bei regelmäßig
beobachteter Verschmutzung des Wassers sollte die Positionierung der Tränke überprüft werden.