Nasenausfluss ist ein Indikator für Atemwegserkrankungen. Diese gehören zu den bedeutendsten Erkrankungskomplexen in der Mastrinderhaltung und gehen für das betroffene Tier in der Regel mit einer Störung des Allgemeinbefindens einher. Sie sind sowohl
wegen der Behandlungskosten als auch wegen der negativen Auswirkungen auf die Gewichtszunahme auch von ökonomischer Bedeutung. Die Erfassung von Mastrindern mit Nasenausfluss stellt eine praktikable Möglichkeit dar, um das Auftreten von Atemwegserkrankungen
im eigenen Bestand einschätzen zu können. Risikofaktoren sind Transportbelastung, Zukauf aus mehreren Beständen sowie fehlendes oder fehlerhaftes Hygienemanagement, hohe Belegdichte oder schlechtes Stallklima (zugig, schadgasbelastet, feucht).