Mastitisbehandlungsinzidenz
Lernen Sie die Behandlung von Mastitiden auszuwerten.
Hintergründe zur Bedeutung des Indikators finden Sie hier: Mastitisbehandlungsinzidenz - Was und Warum?

Dokumentieren Sie fortlaufend Ihre Behandlungen und werten Sie die Ergebnisse mindestens einmal jährlich bzw. für die zurückliegenden 12 Monate aus.
Welche und wie viele Tiere schaut man sich an?
Betrachten Sie Ihre Gesamtherde.
Praktische Hinweise:
Die Häufigkeit der dokumentierten Mastitisbehandlungen (Behandlungsinzidenz) kann alternativ oder ergänzend zum "Gehalt somatischer Zellen in der Milch" als Eutergesundheitsindikator verwendet werden.
Wie geht man vor?
Die Auszählung der Behandlungsinzidenz erfolgt auf Basis der Arzneimittel-Anwendungs- und Abgabebelege (AUA-Belege), z. B. mit einer Strichliste oder entsprechendem Herdenmanagementprogramm. Gegebenenfalls können Sie auch digital vorliegende Daten der Tiergesundheitsprogramme der Länder nutzen.
Zählen Sie jede Euterbehandlung innerhalb des Jahres. Erneute Behandlungen nach 7 Tagen Behandlungspause zählen als neue Behandlungen, auch wenn sie dasselbe Viertel betreffen. Erfassen Sie auch antibiotische Trockenstellpräparate, jedoch getrennt von
den Behandlungen in der Laktation.
Hier finden Sie ein Beispiel für das eigene Auszählen:
"Beispiel Mastitisbehandlungsinzidenz".
Ergebnis - Berechnen Sie für Ihre Herde:
- Zählen Sie A) alle Euterbehandlungen in der Laktation in den zurückliegenden 12 Monaten bzw. B) alle mit antibiotischen Trockenstellpräparaten behandelten Kühe in den zurückliegenden 12 Monaten.
- Dividieren Sie durch A) die Gesamtzahl der laktierenden Kühe im selben Zeitraum bzw. B) der Gesamtzahl der trockengestellten Kühe im selben Zeitraum.
- Multiplizieren Sie mit 100, um A) den Prozentanteil der Euterbehandlungen in der Laktation (bezogen auf 100 Tiere und Jahr) bzw. B) den Prozentanteil mit antibiotischen Trockenstellpräparaten behandelter Kühe (bezogen auf 100 Tiere und Jahr) zu erhalten.
Wie geht es weiter?
Mit "zum nächsten Indikator" springen Sie weiter zum Indikator "Fett-Eiweiß-Quotient der Milch".
