Hautschäden an den Fersenhöckern werden durch höhere Gewichte und fortschreitendes Alter der Tiere, bei Kontakt mit zu feuchter Einstreu und dem - unter anderem aus Harnstoff entstehenden - Ammoniak begünstigt. Insbesondere bei langen Liegezeiten können zunächst dunkle Verfärbungen und Entzündungen entstehen. In späteren Stadien können sich daraus abgestorbene (nekrotische) Bereiche entwicklen, die bis in tiefe Hautschichten reichen (sogenannte "Hock burns"). Die Fersenhöckerveränderungen werden von manchen Schlachthöfen nicht zurückgemeldet, daher empfiehlt es sich, diesen Indikator zusätzlich im Stall zu erheben.


  • Datenerhebung:

Der Tierschutzindikator "Fersenhöckerveränderungen" wird anhand einer Stichprobe von 50 Tieren je Herde erhoben. Die Beurteilung sollte nach Möglichkeit am Ende der zweiten Lebenswoche und bei fehlender Schlachthofrückmeldung am Anfang der letzten Lebenswoche durchgeführt werden. Das Ausmaß der Fersenhöckerveränderungen sollte bei guter Beleuchtung (ggf. Stirnlampe) ermittelt werden. Zur Dokumentation des Tierschutzindikators stehen Ihnen im Abschnitt ("Wozu Ergebnisse dokumentieren?") in der Kurs-Übersicht ein Erhebungsformular oder die Excel-Anwendung Tierschutzindikatoren zur Verfügung.


  • Boniturschema:

Die Beurteilung der Fersenhöckerveränderungen erfolgt durch die Vergabe von 2 Boniturnoten (0, 1). Wenn Fersenhöckerveränderungen vorhanden sind, entscheidet sich anhand der Art der Veränderungen, ob Boniturnote 0 oder 1 vergeben wird. Bei Grenzfällen zwischen den beiden Boniturnoten wird die bessere Note gegeben. Dokumentiert wird die Boniturnote des am schlechtesten bewerteten Beines.


  • Auswertung:

Die Anzahl an Tieren mit Fersenhöckerveränderungen wird zu den oben genannten Zeitpunkten erhoben und im Anschluss mit Hilfe der Berechnungsformeln aus dem KTBL-Leitfaden (S. 40) ausgewertet. Zählen Sie alle betroffenen Tiere (Boniturnote 1) aus der Stichprobe zusammen. Dividieren Sie die Gesamtsumme durch die Zahl der beurteilten Tiere. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Zahl 100, um den Anteil der insgesamt betroffenen Tiere in Prozent zu erhalten.






  • Übungsmodul:

In diesem Abschnitt können Sie spezifische Übungsfragen zur Vertiefung des gelernten Wissens beantworten und sich somit optimal auf den Test am Ende der Online-Schulung vorbereiten. Klicken Sie zur Absolvierung der Modulinhalte bitte auf den Button "Übung zweite LW" bzw. "Übung letzte LW". Zum Nachschlagen der jeweiligen Boniturstufen können Sie das Boniturschema in einem neuen Fenster öffnen. Klicken Sie hierfür innerhalb der Übungen auf den Link "Boniturschema".


Übung zweite LW          Übung letzte LW


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