Verwürfe und Ursachen
"Verworfene ganze Tierkörper" sowie gegebenfalls "verworfene Teilstücke" geben Hinweise auf Schäden am Tier und seinen Gesundheitszustand. Mögliche Ursachen für den Verwurf der Tierkörper oder von Teilstücken sind u.a. unzureichende Ausblutung, Hämatome, Verletzungen,
Bauchwassersucht, Abmagerung und Allgemeinerkrankungen. Einfluss auf die Höhe der Verwürfe am Schlachthof haben beispielsweise die Jahreszeit, das Mastendgewicht und die damit verbundene Mastdauer sowie die Besatzdichte.
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Datenerhebung:
Nach Ende jedes Durchgangs werden die Schlachthofrückmeldungen ausgewertet. Hierfür werden die Anzahl verworfener Tiere und die Anzahl Tiere mit spezifischen Verwurfsursachen separat betrachtet. Die verworfenen Tiere werden häufig auch als "nicht schlachtfähige" oder "genussuntaugliche" Tiere bezeichnet. Zu den spezifischen Verwurfsursachen bei Masthühnern gehören z.B. Abmagerung (Kachexie), Wasserbauch (Aszites), Umfangsvermehrung (Neoplasie) oder Entzündungen (akut/chronisch). Falls Ihr Schlachthof standardmäßig keine Anteile verworfener Tiere oder spezifische Verwurfsursachen angibt, bitten Sie ihn zukünftig um eine detailliertere Darstellung der routinemäßig am Schlachthof erhobenen Tierschutzindikatoren.
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Dokumentation:
Zur Dokumentation des Tierschutzindikators "Verwürfe und Ursachen" können Sie Ihre bisherigen Auswertungslisten weiterhin nutzen, allerdings müssen ggf. Spalten für die spezifischen Verwurfsursachen ergänzt werden. Alternativ stehen Ihnen im Abschnitt ("Wozu Ergebnisse dokumentieren") in der Kurs-Übersicht ein Erhebungsformular oder die Excel-Anwendung Tierschutzindikatoren zur Verfügung (Beispieldokument: Liste Schlachthofindikatoren).
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Auswertung:
Die Gesamtzahl verworfener Tiere wird aus der Schlachthofauswertung entnommen und im Anschluss mit Hilfe der Berechnungsformeln aus dem KTBL-Leitfaden (S. 51) ausgewertet: Zählen Sie alle im jeweiligen Durchgang verworfenen Tiere zusammen. Dividieren Sie die Gesamtsumme durch die Gesamtzahl der angelieferten Tiere. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Zahl 100, um den Anteil insgesamt verworfener Tiere in Prozent zu erhalten (A). Führen Sie die genannten Rechenschritte ebenfalls für die spezifischen Verwurfsursachen durch (B).


