Hautverletzungen (Schlachtung)
Hautverletzungen entstehen bei Masthühnern insbesondere durch die
Krallen anderer Tiere, z.B. wenn die Tiere bei Flucht oder Panik
übereinander laufen. In Ausnahmefällen können Hautverletzungen auch
durch gegenseitiges Bepicken, d.h. Kannibalismus, entstehen. Selbst bei
oberflächlichen Hautverletzungen können Krankheitserreger in die Haut
eindringen und zu großflächigen und schmerzhaften Entzündungsherden mit
Eiterbildung im Unterhautgewebe führen. Gründe für vermehrte
Hautverletzungen sind hohe Besatzdichten, hohe Stalltemperaturen,
Schreckhaftigkeit sowie geringe Befiederung.
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Datenerhebung:
Nach Ende jedes Durchgangs werden die Schlachthofrückmeldungen ausgewertet. Hierbei werden die mit Hautverletzungen assoziierten Verwurfskategorien wie zum Beispiel "tiefe Dermatitis", "(Unter-)Hautentzündung" oder "Unterhautvereiterung" betrachtet. Falls Ihr Schlachthof standardmäßig keine Anzahl an Tieren mit Hautverletzungen angibt, bitten Sie
ihn zukünftig um eine detailliertere Darstellung der routinemäßig am Schlachthof erhobenen Tierschutzindikatoren. Werden die Verwurfskategorien nicht zurückgemeldet, sollte im Betrieb kurz vor Ausstallung der Herde eine Bonitierung bezüglich Hautverletzungen durchgeführt werden.
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Dokumentation:
Zur Dokumentation des Tierschutzindikators "Hautverletzungen" können Sie Ihre bisherigen Schlachthofauswertungslisten weiterhin nutzen, allerdings müssen ggf. Spalten für diese Kategorie ergänzt werden. Alternativ stehen Ihnen im Abschnitt ("Wozu Ergebnisse dokumentieren") in der Kurs-Übersicht ein Erhebungsformular oder die Excel-Anwendung Tierschutzindikatoren zur Verfügung (Beispieldokument: Liste Schlachthofindikatoren).
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Auswertung:
Die Anzahl Tiere mit Hautverletzungen wird aus der Schlachthofrückmeldung entnommen und im Anschluss mit Hilfe der Berechnungsformeln aus dem KTBL-Leitfaden (S. 37) ausgewertet. Zählen Sie alle im jeweiligen Durchgang aufgrund von tiefen Hautverletzungen auffällig gewordenen Tiere zusammen. Dividieren Sie die Gesamtsumme durch die Gesamtzahl der angelieferten Tiere. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Zahl 100, um den Anteil Tiere mit tiefen Hautverletzungen in Prozent zu erhalten.


